Nachfolgend finden Sie eine Liste mit häufig gestellten Fragen, die wir Ihnen hier beantworten. Haben Sie selbst eine Frage an uns? Dann nutzen Sie das Formular am Ende der Seite und schreiben Sie uns, was Sie gerne wissen möchten.

Ich bin nicht sicher, ob ich an Borreliose erkrankt bin, was kann ich tun?

Grundsätzlich gilt: Bitte einen Arzt aufsuchen, Borreliose kann im Anfangsstadium sehr gut mit Antibiotika geheilt werden. Sollte der Arzt Ihnen Antibiotika verordnen, dann nehmen Sie diese bitte regelmäßig und mindestens 2-3 Wochen bzw. so lange, wie Ihr Arzt dies verordnet.                                                                             Informieren Sie sich über die Symptome der Borreliose, notieren Sie sich das Datum des Zeckenstichs und die Dauer des Stichs (Dauer vom Stich bis zur Entfernung der Zecke).  

Erstsymtome Borreliose: Fieber, Symptome ähnlich eines grippalen Infekts, Abgeschlagenheit, Augenbeteiligung, Schweißausbrüche. Ein sicherer Hinweis auf eine Borreliose ist die "Wanderröte", diese tritt in ca. 60 %-70 % der Borreliose-Erkrankungen auf.

Wie hoch ist das Borreliose-Risiko im Vergleich zur FSME-Erkrankung?

Wenn man 10.000.000 (10 Mio) Zeckenstiche pro Jahr in Deutschland zugrunde legt, gibt es Folgendes zu bedenken: Das Risiko, an Borreliose zu erkranken, ist ca. 500 x höher im Vergleich zu einer FSME-Erkrankung. Es werden jährlich bis zu 150.000 Neuerkrankungen "Borreliose" registriert, bei FSME sind es jährlich ca. 300 Erkrankungen. Das Borrelioserisiko nach einem Zeckenstich beträgt bis zu 1,5 %, dass FSME-Risiko ca. 0,003 %. Insbesondere bei FSME gibt es regionale Unterschiede, es gibt Bundesländer, in denen kein FSME-Risiko besteht.

Auch bei Borreliose gibt es durchaus regionale Unterschiede, in manchen Gegenden Deutschlands trägt bis zu jede 3. Zecke Borrelien in sich. Im Gegensatz zu FSME kann man jedoch überall in Deutschland an Borreliose erkranken.

Kann man eine Infektion mit Borrelien direkt nach dem Zeckenstich im Blut nachweisen?

Nein, es kann bis zu 6 Wochen dauern, bis mit spezifischen Bluttests überhaupt Antikörper gefunden werden. Wichtig ist es, nach einem Zeckenstich auf Frühsymptome einer Borreliose zu achten, das Datum des Zeckenstichs zu notieren und die Saugdauer zu dokumentieren. Diese Informationen sind wichtig für den behandelnden Arzt. Auch kann man die Zecke für Labortests aufbewahren oder einschicken, um festzustellen, ob die Zecke überhaupt Borrelien in sich hatte.

Ich habe eine chronische Borreliose, die trotz Antibiotikabehandlung weiter aktiv ist, was kann ich tun?

Dies ist sicher ein Problem für viele Patienten. Man unterteilt die Borreliose in 3 Stadien. Im Stadium I ist eine Borreliose mit verschiedenen und relativ gut verträglichen Antibiotika zu therapieren. Wichtig ist dabei, eine mindestens 2-3 wöchige Therapie mit der richtigen Dosierung einzuleiten, jeder Hausarzt sollte sich damit auskennen. Problematischer ist es im Stadium II und Stadium III der Erkrankung mit oft schweren Verlaufsformen. Wenn sich in diesen Stadien mit einer Antibiotikabehandlung kein Erfolg einstellt, weil dann verschiedene Antibiotika nicht mehr wirken, empfehlen wir die Therapie in einer auf Infektionskrankheiten spezialisierten Klinik. Oftmals werden dann Antibiotikainfusionen durchgeführt, mehrere Behandlungszyklen scheinen dabei Erfolg versprechender zu sein als eine Antibiotikatherapie über einen längeren Zeitraum.

Gibt es regionale Unterschiede bezüglich des Borrelioserisikos?

Ja, es gibt Gegenden, wo Zecken vermehrt die krankheitserregenden Borrelien enthalten. Im Allgemeinen nimmt das Borrelioserisiko innerhalb Deutschlands zu von West nach Ost und von Nord nach Süd, wobei eine Ansteckungsgefahr überall in Deutschland besteht. Grundsätzlich ist das Risiko in der Stadt deutlich geringer als auf dem Land.


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